Kleingärtnerverein Tannenbusch 1961 e.V.

Ausschnitt aus der Jubiläumsausgabe 25 Jahre von 1986
Im eingeschworenen Team zum stolzen Erfolg.
Alteingesessene Langenfelder können sich noch gut daran erinnern: Auf dem brachliegenden Bauerwartungsland des Bauvereins Langenfeld e.V. an der Martinstraße hatte sich in den 50er Jahren eine Reihe von Gartenfreunden Kleingärten eingerichtet.Im Herbst I960 nun kursierte das Gerücht,der Bauverein wolle in Kürze das ganze Ge­lände bebauen.Daraufhin beschlossen die betroffenen Gartenfreunde,einen Kleingartenverein ins Leben zu rufen und die Stadt um ein entsprechendes Grundstück für eine Kleingartenanlage zu bitten. Im November 1960 habe ich diesen Wunsch an die Stadt herangetragen und schon im Januar 1961 saß ich das erste Mal mit Stadt­direktor Josef Wilken a.D., damals noch Leiter des Stadtbauamtes im Gespräch zusammen. Die Gründungsversammlung unseres Vereins fand am 26.1. 1961 in der Gaststätte Büngers statt. Nun ging alles Schlag auf Schlag: Bereits im Mai 1961 stellte uns die Stadt Langenfeld das Gelände für die nunmehr bestehende Dauerkleingartenanlage zur Verfügung und schloß einen Pachtvertrag mit uns ab. Mit Elan ging jedermann zur Sache.Parzellen und Wege wurden vermessen, Baupläne für die Gartenlauben erstellt. Um das sumpfige Gelände trockenzulegen,wurde eine Drainage verlegt,zur Sicherung der Bewässerung bauten wir zwei Brunnen.Die notwendigen Umbrucharbeiten sowie die Auskofferung der geplanten Wege führte ein Tiefbauunternehmen durch.Ein eingeschworenes Team arbeitete fast Tag und Nacht an der Anlage - auch an Sonn- und Feiertagen. Die Arbeit ging Hand in Hand. Bereits am 15.9.1961 wurde der Verein in das Vereinsregister beim Amtsgericht Opladen eingetragen und im Dezember wurde ihm vom Düsseldorfer Regierungspräsidenten der Status der Gemeinnützigkeit zuerkannt.
Finanziert wurde die Anlage nach dem damals gültigen Erlaß des Wiederaufbauministers in Düsseldorf. Veranschlagt waren Gesamtkosten in Höhe von 40.500 DM. Ein Drittel bewilligte am 5.2.1962 das Land Nordrhein-Westfalen,ein weiteres Drittel stellte die Stadt Langenfeld bereit. Das letzte Drittel schließlich mußte durch Eigenleistung erbracht werden.
Im Rahmen unseres Finanzetats - die Stadt Langenfeld hatte im übrigen noch einmal- 2.500 DM als Zuschuß draufgelegt konnten wir die Anlage 1962 fertigstellen. Wie Pilze schossen die Lauben aus dem Boden,viele von ihnen wurden in Gemeinschaftsarbeit errichtet. Mit Baustoffhändlern und sonstigen Lieferanten wurde um jede Mark gefeilscht, um die Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Nun, es wurde in dieser Gründungszeit freilich nicht nur gearbeitet,es wurden auch Feste gefeiert und Ausflüge gemacht bis hin zur Gartenbauausstellung in der Essener Gruga. FRANZ ZÜNDOR